Tippen Sie zum Suchen

Glen Schofield: Künstler sollten AI lernen

Glen Schofield glaubt, dass AI die menschliche Arbeitskraft nicht ersetzen wird, aber Künstler sollten sich anpassen, indem sie sie lernen. Er behauptet, dass AI die Kreativität im Spieledesign steigern kann. Die zukünftigen Auswirkungen von AI im Gaming sind ein bedeutendes Diskussionsthema.


Der Spielentwickler und Studio-Gründer Glen Schofield hat seine Gedanken zur künstlichen Intelligenz (AI) geteilt und glaubt nicht, dass sie die menschliche Arbeitskraft bald ersetzen wird. Er ist jedoch der Meinung, dass Künstler jetzt die Gelegenheit nutzen sollten, eine Form dieser Technologie zu erlernen, bevor es zu spät ist. Schofield sagte: "Ich höre Leute sagen, dass man bald ein AAA-Spiel mit 20 Personen aufgrund von AI machen kann. Ich möchte das glauben, aber wenn ich an einem meiner Level arbeite, sage ich ständig: 'Bewege dieses Pixel dorthin. Das sollte nach unten kommen. Ich möchte mehr Drähte. Ich möchte zwei blaue dort haben. Und ich will das genau hier haben.' Und dann sitzen wir da und justieren die Kamera. Das machen wir Tag für Tag, die ganze Zeit."

Schofield, bekannt für Titel wie Dead Space und mehr kürzlich The Callisto Protocol, wies darauf hin, dass er nicht glaubt, dass AI in ihrer jetzigen Form die Nuancen menschlicher Eingriffe erreichen kann, er wünscht sich jedoch, dass "Künstler zur Kenntnis nehmen, dass dies eine großartige Zeit ist, um eine Form" dieser Technologie zu lernen. "In fünf Jahren werden Menschen von der Schule kommen, die AI kennen, während Künstler zurücklehnen und sagen: 'Ich mache das nicht.' Die Leute haben dasselbe über Performance-Capturing und Motion-Capturing gesagt," fügte er hinzu. Schofield bemerkte, dass er sogar einige Leute verloren hat, die gegen diese Technologien waren, was die gegenwärtigen Bedenken widerspiegelt.

Schofield betonte die Bedeutung von Kreativität im Entwicklungsprozess von Spielen und erklärte, dass neue Spiele Charaktere und Vermögenswerte benötigen, um zum Leben erweckt zu werden, und dass Entwickler die notwendigen Werkzeuge haben müssen, um diese Elemente zu schaffen. Er merkte an: "Das sind die Werkzeuge, die [AI-Unternehmen] herstellen, um meine Charaktere schneller zu machen und die Animation zu verbessern. Ich würde gerne die Integration all dessen sehen, hoffentlich in einer der großen Engines." Er wies jedoch auch auf die Herausforderungen hin, die mit der Integration dieser Werkzeuge verbunden sind.

Glen Schofield: Künstler sollten AI lernen

Bezüglich der Kosten dieser Werkzeuge äußerte Schofield seine Bedenken und sagte: "Ich bin ein Spielmacher, kein Werkzeugmacher, also muss ich entweder die notwendige Technik kaufen oder mieten. Glaubst du, sie werden die Werkzeuge umsonst abgeben? Auf keinen Fall! Die werden verdammt teuer sein." Er betonte, dass die Kosten für diese Werkzeuge zu finanziellen Belastungen für Spielentwickler führen könnten.

Schofield glaubt, dass die Integration von AI in die Entwicklungsprozesse die Kreativität steigern könnte. Er erklärte jedoch, dass dies nicht bedeuten würde, dass Animatoren nach kürzeren Arbeitszeiten nach Hause gehen würden; vielmehr werden sie wahrscheinlich mehr Inhalte in ihre Spiele einfügen, weil sie mehr Zeit zur Verfügung haben. Er stellte fest: "Diese Werkzeuge werden uns mehr Zeit geben, also werden wir immer mehr Inhalte in diese Spiele einfügen."

Er teilte seine Sorgen über die zukünftige Rolle von AI in der Spieleindustrie und hob die Unsicherheiten hervor, wie sich die AI-Technologie auf zukünftige Spiele auswirken wird. Der Einfluss von AI auf den kreativen Prozess und ihre Auswirkungen auf die Spieler bleibt ein bedeutendes Diskussionsthema in der Spieleindustrie. Schofield glaubt, dass Fortschritte auf diesem Gebiet neue Möglichkeiten für Künstler schaffen könnten.

Schofield war 2008 der ausführende Produzent des ersten Dead Space-Spiels. Später entwickelte er den geistigen Nachfolger The Callisto Protocol bei Striking Distance Studios im Jahr 2022. Nach dem schlechten Abschneiden des Spiels verließ er jedoch 2023 Striking Distance. Im Juli des letzten Jahres reflektierte Schofield über seine Herausforderungen in der Branche nach Striking Distance und gab zu: "Es ist hart da draußen."

Teilen:
Indie
H
Hannah Schmidt
Rezensions-Redakteurin
Hannah Schmidt ist eine erfahrene Redakteurin mit Fokus auf Strategiespiele und Simulationen.
Zurück zu Nachrichten